Logbuch 15.8.2005
War das ein Abend!! Wir vom OK sind mehr als zufrieden, ja sogar ein bisschen stolz. Gegen die 700 Eintritte konnten wir verzeichnen (entweder 620 oder 680, wird noch genauer abgeklärt...). Im Nachhinein gesehen waren es ideal viel Leute. Es ist alles gut verlaufen und auch die letzten Besucher sind am Sonntag Nachmittag (ohne je ein Zelt oder ähnliches von innen gesehen zu haben!) gut heimgekommen. Wir haben bis gestern spät am Abend aufgeräumt und sind nun beinahe fertig. Highlight des Aufräumens waren eindeutig die Toiletten, welche wieder auf dem Anhänger befestigt werden mussten. Das war "Scheisse". Da die meisten WC's verstopft waren, haben sie es sich nicht nehmen lassen, während dem Befestigen der Schrauben unter dem Anhänger zu tropfen. Hier hat sich vor allem Gerold Thomas zum Helden entwickelt, als er sich heldenhaft unter den Anhänger stürzte und trotz anhaltendem (künstlichem) Nieselregen diese Schrauben so anzog wie es wohl noch nie ein Mensch vor ihm getan hat. Gäbe es am Open-Air Simplon eine "Medal of Honour", ja dann hätte er sie sich wahrlich verdient! Seine Jacke wird wohl demnächst in Gamsen in der Kehrichtverbrennung zu sehen sein. Auch beim Aufräumen am Sonntag und Montag haben sich wieder einige Helfer wahre Anerkennung verdient. Sie waren nicht bloss beim euphorischen Aufbau bereit zu helfen, nein, sogar wenn es darum ging auf den Knien Abfall aufzusammeln waren sie als erste auf dem Boden. Unglaublich!
Am 13. August ist alles gut verlaufen. Neben einigen kleineren Raufereinen (Rock'n Roll Baby), welche zum Glück keine durch K.O. entschieden wurde, waren keine Aggressionen zu entdecken. Eine absolut friedliche und ausgelassene Stimmung lag in der Luft. Das machte uns am meisten Spass. Der grosse Zuschaueraufmarsch wirkte sich auch auf den Raclettekonsum aus: 9 Simpiler Käse wurden geschmolzen! Die Hot Dogs waren schnell einmal ausverkauft, Bratwürste und Plätzli hatte es zwar noch genug, wurden aber trotzem über allen Erwartungen verspiesen. Auch die Bar lief abnormal. Begehrtestes Getränk war neben dem Bier der Vodka mit Karamel, welcher auch als Meter verkauft wurde. Das gute alte Bier mussten wir gegen Mitternacht nachbestellen, obwohl wir anfangs die Menge für 1'200 Leute (tönt naiv, ist aber lediglich zur Sicherheit) im Getränkewagen verstaut hatten. Es wurde gesoffen wie die Kälber.
Dies merkten auch die Samariter. Ihr Zelt wurde schon schnell zum Treffpunkt der "Freunde der leichten Alkoholvergiftung". Der Pegelstand des Erbrochenen lag an Stosszeiten bei 5cm, was für die allgegenwärtigen Samariter nicht gerade das Höchste der Gefühle sein konnte. Doch sie haben sich mehr als tapfer geschlagen und bis zum bitteren Ende alles umsorgt und gepflegt was mit 20 Schritten weniger als 5m zurücklegte. Sie sind wahre Helden! Auch ein Kruu Mitglied musste vesorgt werden. Maria, eine unserer fleissigen Bienen hinter der Bar, war in ihrer wohl einzigen 5 Min. Pause vor der Bühne von einem harten, rund 23-jährigen Ellbogen (natürlich unabsichtlich) K.O. geschlagen worden. Das Auge ist noch heute angeschwollen.
Auf was wir nicht gerade stolz sind ist die Programmverspätung von sage und schreibe 3h. Obwohl dies nicht nur unsere Schuld war (wir sind lediglich für 2 der 3 Stunden verantwortlich...), darf dies beim nächsten Open-Air Simplon nicht mehr passieren. Wir haben zwar noch eine Extafahrt Richtung Brig organisiert, welche erst um 5.30 fuhr, doch trotzdem war diese Verspätung etwas ausserhalb unserer eigens auferlegten Toleranzgrenze. Dr. Best goes funky liess sich ihre Spielfreude durch die späte Stunde jedoch nicht nehmen und spielte was das Zeug hält. Und das bis 6.00 Uhr in der Früh. Es war bereits gewaltig am dämmern. Unglaublich!
Was von Besuchern für das nächste Open-Air heftigst gefordert wurde ist eine zweite Bar. Dies haben wir gestern während dem Aufräumen schon geplant. Zumindest ein Bierwagen wird mitten im Gelände aufgestellt werden. Auch die Essensbons werden in zwei Jahren nicht mehr an der Bar verkauft. Dafür wird wohl ein eigener kleiner Verkaufsstand eingerichtet werden. Falls sonst noch etwas verbessert werden sollte, so wären wir froh wenn dies per Mail (siehe Kontakt) kommuniziert werden würde.
Als standfesteste Bands haben sich Punkrott und die Bambolejo Brothers hervorgetan. Noch morgens um 8.00 Uhr, als das Gros des OK das Gelände verliess um zum ersten Mal seit langem wieder ein warmes Bett aufzusuchen, waren sie noch vor (oder hinter) der Bar. Rund 20 Leute waren zu diesem Zeitpunkt noch da. Darunter war auch Guschti und seine zwei Kollegen, welche zum Abschluss noch 20 Bier bestellten, und die meisten davon auch noch austranken. Die Gipfeli, welche morgens an die "Überlebenden" verkauft wurden, fanden grossen Anklang. 100 Gipfeli wurden verkauft wie warme Weggli (oder Gipfeli eben). Die Milch hingegen war nicht so beliebt.
Fotos von unserem Anlass könnt ihr unter snaplife.ch und auf den Homepages der Bands anschauen. In naher Zukunft werden auch hier einige Pics zu sehen sein, inklusive Aufbau und Abbau. Zudem haben wir (oder besser gesagt hat Luki) jedes Konzert aufgenommen. Eventuell wird dies zusammengeschnitten. Mal schaun.
Dies wäre wohl alles im Moment.


